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Erfahrungsbericht – So lief es mit meinen beiden KITTEC Öfen im letzten Jahr

Seit über einem Jahr habe ich nun zusätzlich zu meinem „kleineren“ ECO 70 S ESP auch noch den CB120 von KITTEC in meiner Werkstatt im Einsatz. Im heutigen Blogartikel fasse ich meine Erfahrungen zusammen und gebe euch einen Einblick wie und wie oft ich welchen Ofen verwendet habe.

Dieser Artikel ist in einer Kooperation mit KITTEC entstanden. *

Rückblick

Meinen ersten Brennofen, den ECO 70 S ESP habe ich mir 2020 angeschafft. Damals stand er in meinem Keller und zu Beginn habe ich hauptsächlich nur meine eigenen Dinge und vereinzelt Stücke von Freunden und Bekannten gebrannt.

Als Einsteigerofen für eine Person allein ist diese Größe (mit einem Volumen von 68 Litern) schon relativ hoch angesetzt.  

Ende 2021 habe ich dann meine jetzige Werkstatt bezogen und begonnen regelmäßige Kurse sowie den Brennservice anzubieten. Nach einiger Zeit und insbesondere nach meinen Erfahrungen in Bezug auf die Weihnachtstöpferei, bei der ich mit dem Brennen kaum hinterherkam, habe ich mich dann dazu entschieden, einen zweiten Ofen anzuschaffen. Dafür habe ich dann Kontakt mit KITTEC aufgenommen und wir sind seitdem im regen Austausch. 

Nach der aufregenden Anlieferung, bei der ich spontan noch meine Tür-Zarge abbauen musste, um den Ofen an den gewünschten Platz zu transportieren, standen endlich beide Öfen nebeneinander.

Brennprotokolle

Wie bereits in einem letzten Blogartikel zum Thema Töpferofen beschrieben, führe ich ein Brennprotokoll, für das ich euch sogar ein kostenloses Template bereitstelle. Ich habe für euch mal alle meine Brände analysiert und fasse zusammen, welchen Ofen ich für welche Brände in der Zeit ab Anschaffung des zweiten Ofens im Juni 2022 bis heute im Einsatz hatte. 

Wie ihr seht, verwende ich den größeren Ofen also schon ein wenig häufiger. Da ich generell sehr wenig Teile im Mittelbrand brenne, kam hier nur der kleine Ofen zum Einsatz, denn ich war froh, wenn ich den überhaupt voll bekommen habe. Auch für den niedrigen Glasurbrand habe ich manchmal nicht so viele Teile und greife dann gern auf den kleinen Ofen zurück, damit meine Kunden nicht so lange auf ihre Stücke warten müssen. 

Vor- und Nachteile jedes Ofens

Platz

Der neue Ofen war und ist gefühlt soo viel größer. Durch den größeren Durchmesser passen deutlich mehr Stücke in eine Ebene.

Meine Kunden in der Werkstatt haben mich schon oft beim Puzzeln im Ofen beobachtet und wissen, dass ich den Raum gern so gut wie möglich ausnutze. Im kleinen Ofen kann ich häufig nur eine große Schale pro Ebene platzieren und auch wenn noch schmale Räume bleiben, habe ich selten genug kleine Teile, um diese gut auszufüllen.

Währenddessen habe ich im größeren Ofen kein Problem, noch kleinere Schalen oder Tassen um die großen Schalen herum zu platzieren. Auch ganz große Objekte wie Vogeltränken oder Waschbecken konnte ich zuvor gar nicht in dieser Größe oder nur in der obersten Ebene des kleinen Ofens brennen, da sonst die Ofenstützen im Weg waren. Im neuen CB 120 ist das kein Problem. 

Energieverbrauch

Beim Vergleich der beiden Öfen für den Energieverbrauch der Schrühbrände fällt auf, dass beide so ziemlich den gleichen Verbrauch haben, nämlich 1 kWh pro Kilogramm.

Ein größerer Ofen sollte auf das Einzelstück bezogen weniger Energie verbrauchen, da prozentual gesehen die Verluste nach außen geringer sind. Denn man kann im größeren Volumen mehr Stücke unterbringen, die Außenfläche steigt im Vergleich dazu aber nicht so stark an.  

Da der kleinere Ofen (ECO70S) jedoch die energiesparendere Außenhülle hat, bei der die Verluste geringer sind, gleichen sich die beiden Effekte fast völlig aus und so verbrauchen die beiden pro Kilogramm in etwa gleich viel. 

Steuerung

Bei beiden Öfen habe ich eine Bentrup-Steuerung, bei meinem ECO 70 S ESP habe ich eine TC 66, beim CB 120 die TC 405. Auch wenn die TC 405 deutlich mehr Möglichkeiten in der Steuerung bietet, ist aber eine TC 66 für die allermeisten Anwender aus meiner Sicht vollkommen ausreichend. Hier hängt es sicher von der eigenen Vorliebe ab, ob man sich die etwas intuitivere Bedienung der TC 405 leisten möchte oder nicht.

Zusammenfassung

Wie es auch die Zahlen schon zeigen, verwende ich wirklich häufiger den großen Ofen. Insbesondere wenn ich auch nur ein sehr großes Stück dabeihabe, bietet der große Ofen einfach bessere Stapelmöglichkeiten.

Da ich die Werkstatt nur nebenberuflich betreibe und nicht jeden Tag in der Werkstatt bin, mag ich es lieber, wenn ich den Ofen seltener ein- und ausräumen muss.  

So oder so möchte ich aber auch den kleinen Ofen nicht missen! Denn für mich sind zwei Öfen in unterschiedlicher Größe genau ideal. Auf diese Weise kann ich mit einer höheren Frequenz brennen. Auch wenn ich die Öfen aufgrund der Hausleitung nicht gleichzeitig aufheizen lassen kann, so kann ich sie immer versetzt betreiben. Dazu verfahre ich im Moment häufig so, dass ich beide Öfen am gleichen Tag einräume und dann über die Steuerung eine entsprechende Verzögerung des zweiten Ofens einstelle, sodass dieser erst dann mit heizen beginnt, wenn der andere bereits in der Abkühlphase ist.  

Auch wenn es mal schnell gehen soll und ich nicht warten kann oder möchte, bis der große Ofen voll ist, bin ich froh, dass ich auf den kleinen Ofen zurückgreifen kann und ich nicht den großen Ofen halb leer anschalten muss. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der neue Ofen die Arbeit in der Werkstatt tatsächlich erleichtert. Die Handhabung der Öfen ist wirklich einfach und unkompliziert und die beiden Öfen gemeinsam zu beladen und im Wechsel zu betreiben macht einfach Spaß.

* Da ich mich bei meinem ersten Brennofen für einen KITTEC Eco 70 S ESP entschieden hatte und mit diesem sehr gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich für diesen Blogbeitrag direkten Kontakt zur Firma KITTEC aufgenommen.

Mittlerweile habe ich mir sogar einen zweiten KITTEC Ofen angeschafft: Der KITTEC CB 120 S ist deutlich größer und bietet mir noch mehr kreative Freiheit.

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