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Tonreste verwerten – Meine 5 liebsten Mini-Projekte

Auch wenn ich viel und gerne an der Drehscheibe arbeite, für einige Großprojekte eignet sich die Plattentechnik einfach am besten. Nicht nur meine Kursteilnehmer kommen beim gleichmäßigen Ausrollen großer Flächen richtig ins Schwitzen. Damit der Ton auch für die großen Teile reicht, rolle ich immer ein wenig zu viel Ton aus und habe dann am Ende Tonreste übrig. Alles zusammenkneten, durchschlagen, in ein feuchtes Tuch wickeln – kann man machen, wenn ich mich aber beim Ausrollen so abgemüht habe, kommt mir das aber ein bisschen unnütz vor. Mittlerweile habe ich verschiedene kleine Projekte gefunden, mit denen die schon ausgerollten Reste sehr gut genutzt werden können und diese stelle ich dir heute kurz vor.

Ohrstecker und Anhänger

In der Regel achte ich immer darauf, dass der Ton nicht zu dünn ausgerollt ist, da er dann anfällig fürs Brechen ist. Eine Ausnahme mache ich für kleine Plättchen, aus denen ich Ohrringe gestalte. Hier muss der Ton wirklich nur 1 bis 2 Millimeter dünn sein und mit kleinen Ausstechern können viele kleine Teile ausgestanzt werden. Versilberte Ohrstecker mit glatter Fläche zum Bekleben oder Sets zum Bauen von Hängern gibt es zahlreich zu kaufen. Auch kleine Anhänger mit Loch für eine einfache Kette mit Lederband sind schnell gemacht und ein Hingucker. Auf gleiche Weise lassen sich auch Knöpfe einfach selbst herstellen.

ohrringe
Schmuck
Stempel

Stempel

Insbesondere, wenn der Ton schon ein wenig lederhart ist, kann man aus Tonresten sehr gut kleine Stempel herstellen. Dazu arbeite ich mit Modellierhölzern oder Carving-Werkzeugen um die Oberfläche zu bearbeiten. Besonders gern mag ich kleine Stempel, mit denen man fließende Muster unendlich weiterführen kann und so auch große Flächen gestaltet werden können.

Ständer für Räucherkerzen

Kennt ihr die etwas größeren Räucherkerzchen, die es häufig auch auf dem Weihnachtsmarkt gibt? Ich mag den Duft wirklich gern, die Räucherkerzen sind aber ein bisschen zu groß für die normalen Räuchermännchen und außerdem finde ich Räucherkerzen nicht nur in der Weihnachtszeit schön. Aus kleinen Tonresten kann man super mit einer runden Form einen kleinen Kreis ausstechen und dann die Ränder ein wenig hochbiegen. Die Räucherkerzen stehen stabil und sicher, die Asche lässt sich leicht wieder entfernen. Auch ein tolles kleines Geschenk!

Raucherkerze
Espressolöffel
loeffel

Mini-Löffel

Ist der Ton noch nicht zu dünn ausgerollt, lassen sich kleine Löffel daraus formen. Auf die Idee kam ich bei der Suche nach Espressolöffeln. Irgendwie konnte ich nur teure, langweilige und häufig auch für meinen Geschmack zu große Espressolöffel finden. Irgendwann habe ich meine Suche aufgegeben und sie mir einfach selbst gemacht. Es braucht zwar ein wenig Übung, die fertigen Stücke find ich aber wirklich super für meinen Espresso!

Natürlich sind auch größere Löffel für Gewürze oder Tee möglich, dann bietet sich ein Loch zum Aufhängen natürlich an. 

Da die Löffel auf der unteren Seite nicht glasiert werden können, arbeite ich hier gern mit dem gepunkteten oder schwarzem Ton, die auch an den unglasierten Stellen schick sind.

Haken

Sind etwas größere Tonstücke übrig, rolle ich den Ton noch ein wenig dünner, auf etwa einen halben Zentimeter Dicke aus und schneide Tropfenförmige Stücke aus. Das Tonstück schneide ich immer auf etwa ca. 4 Zentimeter Breite und 7 Zentimeter Länge zu. Häufig verwende ich Silikonstempel, oder indische Holzstempel um mittig eine Struktur aufzubringen und biege den unteren Teil vorsichtig nach oben. Soll der Haken später angeschraubt werden, stanze ich mit einem Strohhalm ein Loch mittig aus. Dann kommen die Haken zum Trocknen gerade auf eine Gipsplatte.

Haken

Mittlerweile sind einige dieser Stücke so gefragt, dass ich sie in meinem Shop anbiete und extra neuen Ton ausrolle 😉.

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