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Logo selbst entwickeln? – Das solltest Du beachten

Heute möchte ich mal einen Blogbeitrag zu einem komplett anderen Thema mit euch teilen. Denn auch wenn das Töpfern im Mittelpunkt meines Gewerbes steht, musste und muss ich mich bei der Gründung und Führung des Gewerbes auch mit vielen anderen Themen rund ums Thema Business kümmern. Ein Teil davon war das Entwickeln meines Logos. 

Wenn es darum geht ein passendes Logo für euer Business zu finden, habt ihr natürlich die Möglichkeit die Hilfe eines Grafikers oder verschiedene Online-Tools in Anspruch zu nehmen, aber wenn ihr kreativ seid und Lust darauf habt, könnt ihr euer Logo auch selbst entwickeln. Dazu habe ich euch ein paar Tipps zusammengefasst und meine Erfahrungen mit euch geteilt.

Im Allgemeinen sollte dein Logo folgende Punkte erfüllen

Wenn Du einige Dinge von Anfang an im Blick behältst, kann Dir das auf lange Sicht viel Arbeit ersparen. 

1. Wiedererkennungswert

Na klar – Das ist Hauptaufgabe deines Logos. Der Blick auf das Logo sollte direkt mit deinem Business oder mit deiner Marke verknüpft werden. Dafür ist es wichtig, dass es leicht wiederzuerkennen und außerdem unverwechselbar ist.

2. Passt zum Business

Ganz wichtig ist natürlich auch, dass dein Logo zu deinem Unternehmen passt und bei deiner Zielgruppe gut ankommt. Ist dein Unternehmen eher im technischen Bereich tätig sollte das Logo vielleicht nicht zu blumig sein.

Gutes Aussehen ist also nicht alles – das Gesamtpaket muss auch stimmen.

3. Gut Erkennbar

Achte auf einen starken Kontrast zwischen dem Logo und dem Hintergrund. Im Hinblick auf Printings solltest du weiße Elemente oder zu helle Farben eher vermeiden.

4. Kernwerte spiegeln sich wieder

Ideal ist es natürlich, wenn Du es schaffst, dass sich die wichtigsten Leitlinien deines Unternehmens bereits im Logo widerspiegeln. Vielleicht gibt es etwas, was in deinem Unternehmen im Mittelpunkt steht und eine einfache, gut erkennbare Form hat.

5. Symbolik verwenden

Um die Kernwerte unterzubringen, kann es vorteilhaft sein eine Symbolik zu verwenden. Hierbei zeigst Du vielleicht nicht direkt ein Produkt was im Mittelpunkt steht sondern vielmehr dahinterliegende Strukturen oder Leitlinien denen dein Unternehmen folgt.

6. Leitfarben verwenden

Am besten sollten im Logo ein oder maximal zwei Farben verwendet werden. Die gleichen Farben sollten dann auch auf deiner Webseite, Werbeprodukten usw. auftauchen. 

Tipp: Damit Du überall die gleichen Farben verwendest, kannst Du Dir den Hex-Farbcode notieren. So vermeidest Du ewiges Rumgesuche um den gleichen Farbton in unterschiedlichen Anwendungen (Internetseite, Grafokprogramm usw.) zu treffen. Bei meinem Grünton lautet der zum Beispiel: #00B050.

7. Format

Häufig hast du für die Anzeige deines Logos eine quadratische Fläche, beispielsweise beim Icon im Tab des Browsers. Wenn du ein sehr schmales oder sehr breites Logo entwirfst, musst du dann eventuell etwas abschneiden oder aber hast große Leerräume wenn Du es in einem quadratischen Feld platzierst. 

Wenn Du das Logo erstellst, solltest Du auch von Anfang an auf eine ausreichende Auflösung achten. Verkleinern kannst Du diese jederzeit noch, aber andersherum wird es schwierig. 

Indem Du eine Vektor- statt einer Pixelgrafik erstellst, stellst Du sicher, dass auch beim hereinzoomen niemals Pixel zu sehen sind, sondern deine Grafik immer schön scharf bleibt.

Zusätzlich zum quadratischen Logo kannst Du auch gleich noch einen breiteren Banner entwerfen, also beispielsweise dein Logo mit Schriftzug.

8. Copyright

Es sollte eigentlich klar sein, aber zur Sicherheit erwähne ich hier, dass Du für das Logo keine bereits existierenden Grafiken verwenden darfst, wenn Du sie nicht selbst entwickelt hast. 

Dazu gehören unter Umständen auch die Schriftarten.

9. Langzeitentscheidung

Wenn Du dein Logo fertig hast, überprüf nochmal jedes Detail. Denn wenn Du dich einmal festgelegt hast, solltest Du Dir auch sicher sein. Dein Logo nach einem halben oder ganzen Jahr schon wieder zu ändern stiftet Verwirrung bei deinen Kunden und acht doppelte Arbeit. Also schlaf am besten nochmal eine Nacht drüber, bevor Du dich festlegst. 

Als ich mein Logo entwickelt habe, habe ich mit Bleistift und Papier angefangen und versucht etwas passendes aus dem Anfangsbuchstaben zu zeichnen. 

Meine ersten Entwürfe sahen noch nicht gut aus und ich habe sie dann mehrfach abgewandelt, angepasst und überarbeitet. 

Irgendwie kam mir das Chamäleon in den Sinn und ich finde es passt ziemlich gut. Die abwechslungsreiche Farbe des Tiers spiegelt für ich zum einen die unzähligen Möglichkeiten beim Töpfern, aber auch die Individualität der Menschen in meinen Kursen wieder. Das Chamäleon ist durch das Ändern seiner Farbe sehr anpassungsfähig und auch bei meiner Arbeit bin ich immer der Meinung, dass sich eine passende Lösung finden lässt. Hier liegt aber wahrscheinlich auch die größte Gefahr – bei allen Anpassungen auch die eigenen Wünsche nicht aus dem Blick zu verlieren.

Als ich mit meinem Favoriten soweit zufrieden war, habe ich mich an den Rechner gesetzt und das Logo mit einem Grafikprogramm digitalisiert. 

Nach dem Styling hab ich die Farben festgelegt. Vielleicht ist euch ja schon aufgefallen, dass ich bei meinem eigenen Logo auch nicht jeden der oben genannten Tipps beherzigt habe. Natürlich konnte ich mich nicht auf 2 Farben festlegen – da ich in meiner Werkstatt aber auch unzählige Farben von Ton und Glasuren hatte, dachte ich mir – Das passt schon so!

Immerhin sind die Farben kontrastreich genug, sodass es auch auf Visitenkarten usw. richtig schick aussieht. 

Ich hoffe, dass ich euch die ein oder andere Idee für euer Logo mitgeben konnte und dass euch die Tipps doppelte Arbeit ersparen.

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