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Anleitung – Dreieckige Vase

Bereits in vorherigen Blogbeiträgen habe ich euch die Plattentechnik erklärt. Im heutigen Beitrag gebe ich euch eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie ihr damit eine kleine dreieckige Vase töpfern könnt. Indem ihr die Größe, die Tonfarbe, die Gestaltung und die Glasur variiert können hier völlig unterschiedliche Ergebnisse entstehen. Das Projekt kann leicht auch von Anfängern umgesetzt werden. Falls ihr noch nie mit Ton gearbeitet habt, empfehle ich euch zunächst mit einem Projekt zu beginnen, bei dem ihr frei formt um ein Gefühl für Ton zu bekommen.

Anleitung

Materialien

Schwierigkeitsgrad
leicht bis mittel
Zeitaufwand
30-40 min

Schritt-für-Schritt

  • Du kannst dir die Schablone ausschneiden und eventuell auf ein Stück Pappe übertragen, auf diese Weise kannst du besser an den Kanten entlang schneiden und Pappe rollt sich durch die Feuchtigkeit nicht so schnell zusammen. Indem du die Schablone größer oder kleiner ausdruckst, kannst du die Größe deiner Vase unterschiedlich gestalten.
  • Je nach gewählter Vasengröße schneidest du dir so viel Ton mit der Drahtschlinge ab, dass du daraus  drei Seitenflächen und einen Boden ausschneiden kannst. Dann wird der Ton eben ausgerollt. Ich empfehle dir links und rechts kleine Holzleisten (mit einer Stärke von etwa 7 mm) unterzulegen und den  Ton so lange auszuwalzen, bis das Nudelholz auf beiden leisten aufliegt und der Ton eine einheitliche Stärke hat.
  • Mit Hilfe der Schablone schneidest du nun drei Seitenflächen und die Bodenfläche zurecht und lässt sie auf einer Gipsplatte einige Stunden antrocknen, wobei du sie idealerweise nach der Häfte der Zeit einmal wendest. Der Ton sollt nach dem Trocknen lederhart sein. Das bedeutet, dass die Oberfläche zwar noch gut bearbeitet werden kann, die Platten aber eine gewisse Grundstabilität aufweisen. Wenn du ungeduldig bist, kannst du die Trocknung mit einem Föhn beschleunigen. Dabei solltest du den Ton jedoch möglichst gleichmäßig föhnen und zwischendurch auch mal wenden, damit der Ton nicht einseitig trocknet und sich verzieht.
  • Tipp: Die Konsistenz des Tons beeinflusst ganz maßgeblich wie gut die Plattentechnik funktioniert. Ist der Ton noch zu feucht, verliert dein Stück beim Aufbau seine Grunform und die Platten verbiegen sich, wenn du sie zusammensetzt. Geduld und ein paar Minuten längeres Föhnen sind hier wichtig. Aber Achtung: Wurde der Ton zu stark getrocknet, kannst du die Oberfläche nicht mehr gut bearbeiten und das Verbinden der Teile wird sehr schwierig bzw. es besteht die Gefahr, dass sich beim Trocknen der Verbindung Risse bilden, weil der feuchte Ton sich nicht mehr mit den harten Platten verbinden lässt. Mit der Zeit bekommst Du aber ein gutes Gefühl dafür, welche Konsistenz am besten geeignet ist.
  • Ich schneide dann die Kanten nochmal leicht schräg an, sodass sich die Teile gut bündig zusammensetzen lassen. Nun kannst du die Graviernadel verwenden um alle Kontaktflächen aufzurauen.
  • Stück für Stück trägst du dick Schlicker auf die Kontaktflächen auf und drückst sie jeweils zusammen, sodass der überschüssige Schlicker herausquillt. Diesen kannst du dann wieder entfernen.
  • Ich verwende meist noch eine kleine Tonwulst aus feuchtem Ton um eine bessere Verbindungskante zu schaffen und verschmiere die Kanten ordentlich von innen und außen.
  • Beim Verbinden von Tonteilen solltest du sehr sorgfältig arbeiten, damit sich beim Trocknen und brennen keine Risse bilden und sich der Ton wieder auseinanderdrückt.
  • Beim Ansetzen des zweiten und dritten Seitenstücks wird das Verbinden immer schwieriger, weil man von innen nur sehr schlecht an die Verbindungskante herankommt. Hier arbeite ich sehr großzügig mit Schlicker und verwende ein Modellierholz.
  • Danach versäubere ich alle Außenkanten. Du kannst nun auch die Oberfläche strukturieren, wenn du möchtest.
  • Teilweise habe ich die Öffnung der Vase noch ein bisschen vergrößert oder schräg abgeschnitten, je nachdem wie groß die Vase insgesamt war und wie ich sie gestalten wollte.
  • Die Vase sollte dann auf einer Gipsplatte in Ruhe trocknen, bevor sie geschrüht wird.

Beim Glasieren hast du wie immer unzählige Möglichkeiten und kannst das Stück individualisieren. Ich habe hier bei meinem Beispiel mit Abdeckwachs gearbeitet, da mir die natürliche braune Farbe des Tons sehr gut gefällt und habe weiter mit einfachen Formen gearbeitet.

Diese Anleitung zeigt dir ganz allgemein, wie die Plattentechnik funktioniert. Die Technik lässt sich sehr leicht auf nahezu jede andere geometrische Form übertragen, die man aus Platten zusammensetzen kann. Du kannst also die Form auch sehr leicht abwandeln und komplett andere Stücke kreieren. Dabei wünsche ich dir ganz viel Spaß!

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